Brustvergrösserung mit Eigenfett – mehr zu dieser Methode

Neben der Verwendung von Brustimplantaten, kann für eine Brustvergrösserung auch Eigenfett verwendet werden. Wie ein solcher Eingriff genau funktioniert, welche Vor- und Nachteile er birgt und für welche Personen diese Methode sich am besten eignet, erklärt Dr. Häcki in der heutigen Episode der «Lucerne Clinic Specials».

Anders als bei einer Brustvergrösserung mithilfe von Brustimplantaten, werden bei der Methode mit Eigenfett eigene Fettzellen aus einer Körperregion entnommen und in die Brust verpflanzt. Die Idee ist super und klingt bestechend einfach. Die Praxis sieht jedoch etwas anders aus.

Was bei einer Brustvergrösserung mit Eigenfett genau passiert

Bei dieser Methode werden Fettzellen mittels einer speziellen Art der Liposuktion sehr vorsichtig von einer zuvor definierten Körperstelle abgesogen. Nachdem sie gewaschen und behandelt wurden, werden sie dann einzeln in die Brust verteilt. Dabei ist grosse Vorsicht und Präzision gefragt, denn das Ziel ist, dass sie dort erneut anwachsen.

Sind sie einmal angewachsen, verleihen sie der Brust mehr Volumen und verhalten sich wie alle anderen Fettzellen: Bei Gewichtszunahme schwellen sie an, bei Gewichtsabnahme werden sie kleiner. Dass die Zellen anwachsen ist nicht garantiert und meist sterben einige von ihnen ab. Diese werden dann vom Körper abgebaut.

Studienergebnisse belegen: Der Erfolg ist ungewiss

Während seiner Zeit als Oberarzt am Universitätsspital Basel hat Dr. Häcki eine Studie durchgeführt, bei der alle Patientinnen, die sich einer Brustvergrösserung mit Eigenfett einem Scan unterzogen wurden. Mit dem Scan wurde jeweils das Volumenverhältnis vor und nach der Operation ermittelt. Die Ergebnisse haben eins klar gezeigt: Es ist unmöglich vorauszusagen, wie hoch der Anteil an Fettzellen sein wird, der nach dem Eingriff tatsächlich in der Brust anwächst. Somit ist auch nicht vorhersagbar, wie viel grösser das Volumen der Brust nach dem Eingriff sein wird.

Während bei einigen Frauen nur 20% der Fettzellen anwachsen, sind es bei anderen Patientinnen 50%. Für die Patientinnen gilt es daher, während der ersten 3-4 Monaten abzuwarten. Nicht selten sind sie direkt nach dem Eingriff begeistert und erleben dann, wie das anfänglich gewonnene Volumen wieder abnimmt. «Viele Patientinnen kommen an den Punkt, an dem Sie denken «Bitte, jetzt soll es bleiben wie es ist, jetzt wäre es perfekt» und sind dann enttäuscht, wenn noch mehr Volumen verloren geht», so Dr. Häcki.

Grundsätzlich gewinnen Personen, die sich für die Eigenfett-Methode entscheiden ca. ein halbes BH-Körbchen an Brustgrösse dazu. «Die meisten tragen danach immer noch dieselbe BH-Grösse, der BH ist einfach etwas besser gefüllt», meint Dr. Häcki dazu.

Für wen sich die Eigenfett-Methode eignet

Es gibt zwei ideale Indikationen für diese Methode:

  • Patientinnen, die eine Problemzone an ihrem Körper identifizieren und primär diese loswerden wollen. Gleichzeitig haben diese Patientinnen auch nichts dagegen, wenn ihre Brust etwas grösser würde und verwenden dafür das sowieso entfernte Eigenfett.
  • Patientinnen, für die das Einsetzen eines Implantates nicht in Frage kommt. Sie möchten aus Prinzip keinen Fremdkörper in ihren Körper einsetzen und würden, wenn es die Eigenfett-Methode nicht gäbe, auf die Brustvergrösserung verzichten.

«Diese zwei Arten von Patientinnen sind für eine Brustvergrösserung mit Eigenfett ideal, denn ihr Ziel ist primär ein anderes und somit ihre Erwartung auch eine andere», sagt Dr. Häcki dazu.

Mehr Informationen & kostenloses Beratungsgespräch

Gehören Sie zu einer der oben genannten Variante von Patientinnen? Interessieren Sie sich allgemein für eine Brustvergrösserung? Auf unserer Website und unserem Blog finden Sie viele weitere Informationen rund um das Thema. Für einen kostenlosen Beratungstermin stehen wir Ihnen ebenfalls gerne jederzeit persönlich zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!